Das Ostseebad Göhren
ist eine Gemeinde auf der Halbinsel Mönchgut im Landkreis
Rügen auf der gleichnamigen Insel in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Gemeinde Göhren schließt den östlichsten
Punkt Rügens ein: das Kap Nordperd. Es trennt den Nordstrand
vom Südstrand. Der Nordstrand ist der eigentliche Badestrand
mit Kurpromenade. Zwischen der Göhrener Seebrücke
und dem Nordperd liegt mit dem Buskam der größte
bisher in Norddeutschland gefundene Findling, der etwa einen
Meter aus dem Meer ragt.
Das ehemalige Fischer- und Lotsendorf Göhren
(slawisch „Berg“) wurde 1165 erstmals urkundlich
erwähnt.
Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen
und danach des Herzogtums Pommern.
Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 geriet Rügen
und somit auch der Ort Göhren zu Schwedisch-Pommern.
Im Jahr 1815 kam die Gemeinde und Vorpommern zur preußischen
Provinz Pommern. Göhren entwickelte sich im 19. Jahrhundert
zu einem bedeutenden Ferienort und führt seit 1878 den
Titel Seebad. 1885 zählte das Dorf 245 Einwohner. 1887
gründete die kaiserliche Hofdame Adeline Gräfin
von Schimmelmann in Göhren das weltweit erste Seemannsheim.
Der Bau der Schmalspurbahn Rasender Roland verstärkte
ab 1899 die touristische Entwicklung. Die Kleinbahn fährt
noch heute im Linienverkehr und verbindet Göhren mit
den Badeorten Baabe, Sellin und Binz. Sie endet im Putbuser
Ortsteil Lauterbach.
Sehenwürdigkeiten
in Göhren:
- Seebrücke - Die Seebrücke Göhren wurde
in den 1990er Jahren wieder neu errichtet. Ihre Länge
beträgt 270 Meter.
- Hügelgrab Speckbusch - Dieses neben der Göhrener
Kirche gelegene Hügelgrab stammt aus der Bronzezeit.
- Mönchguter Museen - Die Mönchguter Museen sind
vier unter Denkmalschutz stehende Anlagen, die dieses Freilichtmuseum
darstellen. Es handelt sich um ein Heimatmuseum, den Motorsegler
Luise, den Museumshof sowie ein reetgedecktes Fischerhaus,
das Rookhuus.
- Drachenhaus - Letzte Lebens- und Wirkungsstätte des
„Dichters der Ostsee“ und seinerzeit bedeutenden
Dramatikers Max Dreyer.
- Buskam - Der größte Findling Deutschlands,
er befindet sich ca. 300 m vor der Küste östlich
von Göhren.
- Gedenkstein für die Opfer der „Aktion Rose“
1953 an der Ostseeküste (Hotel Seestern, Poststraße
10)
- Dorfkirche Göhren
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